Steffen Roßberg Medizinische Produkte e.K.
Unterstützung bei praxisgerechter Organisation einer systematischen Sterilgutaufbereitung
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Unterstützung bei praxisgerechter Organisation von Instrumentenaufbereitungsprozessen
Workshops • Schulungen • Seminare

Praxis Anwendung - Arbeitssicherheit

Anforderungen an die Reinigung und Desinfektion von Arbeitsflächen im Aufbereitungsraum:

Wischdesinfektion
Für eine ausreichende Desinfektionswirkung muss genügend (aber nicht mehr) Wirkstoff auf die Fläche gelangen jedoch sind Angaben des Herstellers zu beachten

Die zu desinfizierende Oberfläche muss mit einer ausreichenden Menge des Mittels unter leichtem Druck abgerieben werden (Nass-Wisch- und Scheuerdesinfektion) (Kat.IB)

Gebrauchslösungen von Desinfektionsmitteln dürfen maximal einen Arbeitstag lang verwendet werden (Kat.IB).  

Spezielle Desinfektionstucheimer können mit Desinfektionsmittel gefüllt maximal 4 Wochen verwendet werden.

Eine Sprühdesinfektion gefährdet den Durchführenden und erreicht nur eine unzuverlässige Wirkung. Sie sollte daher ausschließlich auf solche Bereiche beschränkt werden, die durch eine Wischdesinfektion nicht erreichbar sind (Kat.IB).

Bei Kontamination mit organischem Material (Blut, Sekrete) muss bei der gezielten Desinfektion zunächst das sichtbare Material mit einem in Desinfektionsmittel getränkten Einwegtuch, Zellstoff o. Ä. aufgenommen (Einmalhandschuhe tragen) und das Tuch verworfen werden. Anschließend ist die Fläche wie üblich zu desinfizieren (Kat.IB)

Wiederbenutzung desinfizierter Flächen
Nach allen routinemäßig durchgeführten Flächendesinfektionsmaßnahmen kann die Fläche wieder benutzt werden, sobald sie sichtbar trocken ist.

Die angegebene Einwirkzeit vor der Wiederbenutzung der Fläche muss abgewartet werden bei:
gezielter Desinfektion von Flächen mit Blut, Eiter, Ausscheidungen und anderen Körperflüssigkeiten von Patienten mit Verdacht auf bzw. gesicherter Infektion unter Berücksichtigung des Übertragungsweges
sowie der Schlussdesinfektion durch den Desinfektor (z.B. bei Tuberkulose) (Kat.IB),
der Aufbereitung von Medizinprodukten (Kat.IV),

Wenn Flächen regelmäßig schnell wieder benutzt werden müssen, ist es sinnvoll, Desinfektionsmittel einzusetzen, die nach kurzen, der Praxissituation angemessenen Einwirkzeiten ihre volle Wirksamkeit entfaltet haben (Kat.IB)

(Quelle RKI "Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen"
 

DGKH_Kleidung_2008 lesen Sie mehr: (pdf)

folgender Inhalt Quelle: www.bgw-online.de

Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege (Fassung Oktober 2003, mit Änderungen und Ergänzungen
vom November 2007 | BGR250/TRBA250

Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege (Fassung Oktober 2003, mit Änderungen und Ergänzungen
vom November 2007 | BGR250/TRBA250Die Unfallverhütungsvorschrift "Gesundheitsdienst" (BGV C8) ist seit 1. April 2004 nicht mehr in Kraft. Die Regelungen zum Schutz vor Infektionserkrankungen bei der Arbeit sind aktualisiert in die BGR/TRBA 250 überführt worden. Diese konkretisiert die Forderungen der Biostoffverordnung für die Bereiche Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege.

Diese BG-Regel findet Anwendung auf Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in Arbeitsbereichen des Gesundheitswesens und der Wohlfahrtspflege, in denen Menschen medizinisch untersucht, behandelt oder gepflegt werden oder Tiere medizinisch untersucht, behandelt oder gepflegt werden.

Zu den Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen zählt der berufliche Umgang mit Menschen, Tieren, biologischen Produkten, Gegenständen oder Materialien, wenn bei diesen Tätigkeiten biologische Arbeitsstoffe freigesetzt werden können, zum Beispiel auch durch Blutspritzer, und dabei Versicherte mit diesen direkt in Kontakt kommen können, beispielsweise durch Einatmen, Haut/Schleimhautkontakt oder Kanülenstichverletzungen.

BG-Regeln richten sich in erster Linie an den Unternehmer und sollen ihm Hilfestellung bei der Umsetzung seiner Pflichten aus staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und/oder Unfallverhütungsvorschriften geben sowie Wege aufzeigen, wie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden können.

Bei der Erarbeitung der BG-Regel/TRBA war zu beachten, dass neben den Aspekten des Arbeitsschutzes auch Maßnahmen zum Schutz der zu behandelnden Menschen und Tiere (Patientenschutz) nicht unberücksichtigt bleiben konnten. Bei der Festlegung von Schutzmaßnahmen wurde dem Rechnung getragen. Insbesondere wurden dabei das Infektionsschutzgesetz und die Richtlinien des Robert-Koch-Institutes auf ihre Relevanz für den Arbeitsschutz geprüft und berücksichtigt.

Die berufsgenossenschaftliche Regel enthält Informationen für die Gefährdungsbeurteilung, Schutzmaßnahmen und Unterrichtung der Versicherten sowie Anzeige- und Aufzeichnungspflichten und arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen.

BGR-TRBA250 (pdf)

 
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